«Der Koloß», 1808 -1812. Museo del Prado, Madrid. Der nackte Koloß aus einer anderen Welt versetzt die Menschen in eine besinnungslose Angst. Panisch rennen sie davon. Nur ein Esel bleibt unberührt stehen. Seine Drohgebärde richtet sich aber nicht gegen die Männer und Frauen auf der Erde, sondern vielmehr gegen eine übermenschliche Kraft auf seiner Höhe. Riesige Gewalten zerstören durch ihren Zweikampf das gewöhnliche Volk. Ob dies die Personifikation des Krieges ist, bleibt bis heute ungeklärt. Das Gemälde ist Teil der Pinturas Negras, der schwarzen Serie: Bilder von Dämonen und Obsessionen, Horror und Pessimismus in einer noch nie gesehenen malerischen Kühnheit. Goya malte die Bilder für sein Landhaus. Heute ist die komplette Serie in einem dunklen Saal im Madrider Prado zu bestaunen.

 

   
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