|
Der Krieg an Zeitungsfronten und seine Folgen |
|||
![]() |
Nicht nur an der Krim herrschte Krieg. Im Empire entbrannte der Krieg an den Zeitungsfronten. In den britischen Kneipen und Gassen war das Gerücht vom Frontreporter Tagesgespräch. Die London Daily News sprang auf den fahrenden Zug auf und schickte ebenfalls einen Journalisten an die Krim. Um konkurrenzfähig zu bleiben, musste Delane jetzt reagieren. Er druckte die kritischen Depeschen nun doch ab, allerdings entschärfte er die Kritik an der militärischen Führung: Die Berichte wurden immer nur in Verbindung mit einem politischen Kommentar gebracht. Unterdessen spitzte sich die Situation der Kriegsberichterstatter an der Krim zu. Aufgeschreckt durch die ungewohnte journalistische Kritik in der Heimat wehrte sich die Armeeführung auf ihre Art: Sie verbot den Korrespondenten mit den Soldaten weiterzuziehen. Ab sofort hatten sie sich von der Front und sämtlichen Stützpunkten fernzuhalten. Das bedeutete für die Reporter nicht nur, dass sie ihrer Informationsquelle beraubt wurden. Von da an wussten sie auch nie, was es als nächstes zu Essen gab, oder wo man sich zum Schlafen legen konnte, ohne am nächsten Morgen tot zu sein. Das Leben wurde schwieriger. | ||
|
Our
War Correspondent
|
|||
|
|
|||