| Macht der Medien ? - Vietnamkrieg «The Vietnam War was a Television War»: Immer wieder stößt man auf diesen populären Satz, wenn man zur Geschichte des Vietnamkriegs recherchiert. Was diesen Satz so populär macht: Es wird den Kriegsbildern von vietnamesischen Schlachtfeldern im amerikanischen Fernsehen eine höhere Macht zugesprochen, die sich gegenüber Regierungsmächten, militärischen Strategien, blutigen Gefechten und Napalmbomben durchsetzten und den schmutzigen Krieg der Amerikaner beendeten. Doch wie populär ist die dazu zu stellende Frage: Können Fernsehbilder einen Krieg beenden? - Oder: Was the Vietnam War a Television War? |
||
| Von Christel Boven | ||
|
|
||
| Der unzensierte Krieg in Vietnam Die amerikanische Dolchstoßlegende Der Krieg im Fernsehen Wahre HeldInnen? - Die Motive der amerikanischen KriegsberichterstatterInnen Die Rolle der öffentlichen Meinung und der Antikriegsbewegung Am Ende: The American Experience of Vietnam Links |
| Der unzensierte Krieg in Vietnam | ||
|
Der Vietnamkrieg ging aus vielerlei Gründen als besonderer' Krieg in die Geschichte ein. Zunächst aber war er der erste und einzige unzensierte Krieg des 20. Jahrhunderts. Die Kriegsberichterstatter konnten ohne staatliche Kontrolle über das Kriegsgeschehen vor Ort berichten und mit Bildern dokumentieren. Eine direkte Zensur war aus einem einfachen Grund nicht gegeben: Der amerikanische Kongreß hatte niemals eine Kriegserklärung gegen Vietnam ausgesprochen. Der Krieg wurde als solcher von der amerikanischen Regierung von Anfang an lediglich als «amerikanisches Engagement» vertuscht, eine direkte Zensur hätte die amerikanische Presse mißtrauisch gemacht. Gleichzeitig ging die amerikanische Streitmacht von einem kurzen und schmerzlosen militärischen Einsatz in Vietnam aus und stellte diese Ansicht auch so in der amerikanischen Öffentlichkeit dar. Dass sich dies sehr bald als Irrtum und der Krieg sich als Selbstläufer entpuppen sollte, schien keinem Amerikaner anfangs möglich zu sein.
Als sich dann bald ein Medien-'Heer' von über 700 Journalisten in Saigon gebildet hatte, waren direkte Eingriffe der Militärs an der Quelle der Nachrichten kaum noch möglich. Also wurde der Druck der Zensur später auf die höheren Kader der Redaktionshierarchie in der Heimat selbst ausgeübt. Im Glauben eines kurzen Kriegseinsatzes befürwortete ein Großteil der Medien -Presse - Radio und Fernsehen - grundsätzlich die Kriegspolitik der Regierung und hielten den vorgegebenen Mythos vom schnellen, sauberen Krieg mit entsprechenden Nachrichten am Leben. Doch als die Hoffnung auf ein schnelles und erfolgreiches Kriegsende sich nicht erfüllte, und spätestens mit der Tet-Offensive 1968 die Bilder aus Vietnam andere Wahrheiten sprachen als die Reden des Präsidenten Johnson vorgaben, änderte sich die Haltung der Redaktionen. Von da an wurde die Forderung, den Krieg zu beenden, auch über die Presse immer präsenter. |
||
| Geschichte des Vietnamkrieges members.tripod.de/TheHype/krieg.htm |
| Links |
|
Zum Einsatz von Agent Orange www.agentorange.reflection.org
Vietnam und der Kalte Krieg www.spiegel.de/spiegel/0,1518,12163,00.htm Kriegsreporter Peter Arnett im Interview: www.spiegel.de/netzwelt/nf/0,1518,13666,00.htm Verschiedene Fotos Vietnamkrieg: www.akg.de/vietnam/text/208787.htm www.akg.de/vietnam/text/208796.htm www.akg.de/vietnam/text/208793.htm |